Allgemeine Geschäftsbedingungen
1) Geltungsbereich
1.1 Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB“) der Muaana Couture, vertreten durch den Geschäftsführer Adnan Al Alo, mit Sitz in der Steinstraße 44, 31157 Sarstedt (nachfolgend „Verkäufer“), finden Anwendung auf sämtliche Verträge über den Verkauf und die Vermietung von Waren, die zwischen dem Verkäufer und Verbrauchern oder Unternehmern (nachfolgend „Kunden“) geschlossen werden. Diese AGB gelten unabhängig davon, über welchen Kommunikationsweg der Vertrag zustande kommt, insbesondere bei Vertragsschlüssen, die vor Ort im Ladenlokal Steinstraße 44, 31157 Sarstedt, abgeschlossen werden. Dies gilt auch für Verträge, die über den Online-Shop, soziale Netzwerke, per telefonisch, per E-Mail oder sonstige Kommunikationsmittel abgeschlossen werden. Abweichende Geschäftsbedingungen des Kunden werden nicht anerkannt, sofern ihrer Geltung nicht ausdrücklich vor Vertragsschluss schriftlich zugestimmt wurde.
1.2 Verbraucher im Sinne dieser AGB ist jede natürliche Person, die ein Rechtsgeschäft zu Zwecken abschließt, die überwiegend weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbstständigen beruflichen Tätigkeit zuzurechnen sind.
1.3 Unternehmer im Sinne dieser Bedingungen sind dagegen natürliche oder juristische Personen sowie rechtsfähige Personengesellschaften, die beim Abschluss eines Rechtsgeschäfts in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbstständigen beruflichen Tätigkeit handeln.
2) Zustandekommen eines Vertrages
2.1 Die Darstellung von Produkten im Online-Shop, auf Instagram oder in sonstigen Medien stellt kein rechtlich bindendes Angebot dar. Es handelt sich lediglich um Invitatio ad Offerendum.
2.2 Dem Kunden ist es frei wählbar, in welcher Art und Weise er das Angebot abgibt:
über das Bestellformular im Online-Shop,
durch eine Anfrage oder Bestellung per Instagram-Nachricht, Telefon oder E-Mail,
oder durch Ausfüllen und Unterzeichnen eines Mietvereinbarungsformulars vor Ort in unserem Geschäft.
2.3 Ein Vertragsschluss kommt zu Stande, wenn das Angebot auf Unternehmerseite innerhalb von fünf Tagen auf folgenden Arten angenommen wird:
durch ausdrückliche Bestätigung des Auftrags in Textform (z. B. per E-Mail) oder
durch Übergabe bzw. Versand der bestellten Ware,
oder durch Aufforderung zur Zahlung.
Sofern keine Annahme auf Unternehmerseite innerhalb der Frist erfolgt, gilt das Angebot als abgelehnt. In diesem Fall verfällt auch die Bindungswirkung des Kundens an sein Angebot.
2.4 Bei Zahlung über PayPal gilt der Vertrag bereits als geschlossen, sobald der Kunde den Zahlungsvorgang erfolgreich abschließt. Die Vertragsabwicklung erfolgt in diesem Fall gemäß den Nutzungsbedingungen von PayPal (www.paypal.com).
2.5 Wird der Vertrag über unseren Online-Shop abgeschlossen, speichern wir den Vertragstext nach Abschluss des Bestellvorgangs und senden dem Kunden die Bestelldaten in Textform (z. B. per E-Mail). Eine dauerhafte Einsichtsmöglichkeit besteht nur dann, wenn der Kunde über ein Kundenkonto verfügt.
2.6 Vor dem endgültigen Absenden einer Bestellung über unseren Online-Shop hat der Kunde jederzeit die Möglichkeit, seine Eingaben zu überprüfen und bei Bedarf zu korrigieren. Hilfreich kann dabei auch die Zoom-Funktion des Browsers sein. Korrekturen sind bis zur endgültigen Bestätigung der Bestellung möglich.
2.7 Für den Vertragsabschluss ist ausschließlich Deutsch als Vertragssprache vorgesehen.
2.8 Die Kommunikation im Rahmen der Vertragsabwicklung erfolgt regelmäßig per E-Mail oder über die jeweils genutzte Kommunikationsplattform. Der Kunde hat sicherzustellen, dass die von ihm angegebene Kontaktadresse korrekt ist und er Mitteilungen empfangen kann.
3) Widerrufsrecht
Kundinnen und Kunden haben das Recht, einen mit Muaana Couture geschlossenen Kauf- oder Mietvertrag innerhalb von vierzehn Tagen ohne Angabe von Gründen zu widerrufen. Die Frist beginnt ab dem Tag des Vertragsabschlusses.
Bei Kaufverträgen über Waren beträgt die Widerrufsfrist vierzehn Tage und beginnt mit dem Tag, an dem der Kunde oder ein von ihm benannter Dritter, der nicht Beförderer ist, die Waren erhalten haben.
Das Widerrufsrecht besteht gem. §312g Ab.2 BGB insbesondere nicht bei Verträgen Über:
Waren, die nicht vorgefertigt sind und für deren Herstellung eine individuelle Auswahl oder Bestimmung durch den Kunden maßgeblich ist oder die eindeutig auf die persönlichen Bedürfnisse des Kunden zugeschnitten sind.
Dienstleistungen im Zusammenhang mit Freizeitbetätigungen, wenn der Vertrag für die Erbringung einen spezifischen Termin oder Zeitraum vorsieht (z. B. Vermietung von Kleidern für Veranstaltungen).
Bei Dienstleistungsverträgen kann das Widerrufsrecht vorzeitig erlöschen, wenn Muaana Couture die vertraglich vereinbarte Dienstleistung vollständig erbracht hat – insbesondere, wenn das Kleidungsstück bereits übergeben oder versendet wurde – und der Kunde zuvor ausdrücklich zugestimmt hat, dass die Ausführung der Dienstleistung vor Ablauf der Widerrufsfrist begonnen, und gleichzeitig bestätigt hat, dass er sein Widerrufsrecht bei vollständiger Vertragserfüllung verliert.
4) Preise, Zahlungsbedingungen und Verzug
4.1 Für die entgeltliche Überlassung der gemieteten Artikel gelten die jeweils aktuellen Mietpreise, wie sie zum Zeitpunkt der Abgabe des Vertragsangebots durch den Kunden auf den Kommunikationskanälen von Muaana Couture (z. B. Instagram, Website oder vor Ort) angegeben sind.
4.2 Alle Preise verstehen sich als Endpreise inklusive der gesetzlichen Umsatzsteuer, sofern diese erhoben wird. Bei Kaufpreisen verstehen sich die angegebenen Preise inklusive der Versandkosten zum Kunden. Bei Mietverträgen umfassen die Mietpreise - sofern nicht ausdrücklich anders vereinbart - die übliche Endreinigung. Zusätzliche Aufwendungen (z. B. außergewöhnliche Verschmutzungen, Reparatur, Ersatz) werden gesondert berechnet (siehe Ziffern 11 und 12).
4.3 Etwaige Versandkosten werden dem Kunden im Rahmen des Angebots bzw. spätestens in der Auftragsbestätigung transparent mitgeteilt.
4.4 Der Kunde kann - je nach Angebot - per Vorkasse (Überweisung), Kreditkarte (z. B. VISA oder Mastercard), PayPal, Klarna oder Sofortüberweisung zahlen. Muaana Couture behält sich das Recht vor, im Einzelfall bestimmte Zahlungsarten auszuschließen. Soweit nicht anders vereinbart, ist die Vergütung sofort fällig.
Bei Zahlung per Vorkasse erhält der Kunde eine automatisch generierte Auftragsbestätigung per E-Mail oder über Instagram. Diese enthält alle relevanten Informationen, einschließlich des Gesamtbetrags und der Bankverbindung von Muaana Couture. Die Zahlung ist unter Angabe des vollständigen Namens als Verwendungszweck auf das angegebene Konto zu leisten. Die Rechnung wird in der Regel gemeinsam mit der Ware oder separat in Textform versendet, sofern dies ausdrücklich gewünscht ist.
4.5 Verzug Gerät der Kunde in Zahlungsverzug, gelten die gesetzlichen Regelungen. Der Verkäufer/Vermieter ist berechtigt, Verzugszinsen in gesetzlicher Höhe zu verlangen (bei Verbrauchern i. d. R. 5 Prozentpunkte über dem Basiszinssatz, bei Unternehmern 9 Prozentpunkte über dem Basiszinssatz) sowie Ersatz des Verzugsschadens, einschließlich angemessener Mahn- und Rechtsverfolgungskosten.
4.6 Aufrechnung / Zurückbehaltung
Der Kunde kann nur mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Forderungen aufrechnen. Ein Zurückbehaltungsrecht steht dem Kunden nur zu, wenn es auf demselben Vertragsverhältnis beruht.
5) Mietzeitraum, Lieferung
5.1 Mietbeginn / Mietdauer: Der Mietzeitraum beginnt bei Versand mit Eintreffen der Mietsache beim Kunden (nach erster Zustellung). Bei Abholung im Ladengeschäft beginnt der Mietzeitraum mit der Übergabe. Die von Muaana Couture im Angebot sowie in der Auftragsbestätigung genannten Liefertermine sind unverbindlich. Wird die Mietsache zu einem bestimmten Termin oder Anlass benötigt, empfiehlt Muaana Couture, den Mietbeginn mindestens zwei Tage vor diesem Ereignis einzuplanen, um Verzögerungen zu vermeiden.
5.2 Verbindlichkeit von Terminen: Liefer- und Übergabetermine sind nur verbindlich, wenn sie ausdrücklich als verbindlich vereinbart wurden. Für Event-/Anlasstermine empfiehlt der Vermieter, den Mietbeginn mit zeitlichem Puffer zu wählen.
5.3 Ersatz bei Nichtverfügbarkeit / Vorvermietung: Bei Mietkleidung kann es in Ausnahmefällen zu Verzögerungen kommen, insbesondere wenn ein vorheriger Mieter die Mietsache verspätet zurückgibt oder diese beschädigt zurückkommt. Der Vermieter informiert den Kunden unverzüglich, sobald eine Verzögerung erkennbar wird. Soweit dem Vermieter die Bereitstellung der konkret vereinbarten Mietsache trotz zumutbarer Maßnahmen nicht möglich ist, wird der Vermieter - soweit verfügbar, eine gleichwertige Alternative anbieten. Andernfalls sind bereits geleistete Zahlungen für die nicht erbringbare Leistung zu erstatten. Weitergehende Ansprüche bestehen nur nach Maßgabe der Ziffer 13 (Haftung).
6) Versand, Gefahrübergang, Annahmeverzug
6.1 Versand: Der Versand erfolgt an die vom Kunden angegebene Lieferadresse. Der Kunde hat sicherzustellen, dass eine Zustellung möglich ist.
6.2 Gefahrenübergang beim Kauf (Verbraucher/Unternehmer):
Beim Kauf gilt:
Gegenüber Verbrauchern geht die Gefahr des zufälligen Untergangs oder der zufälligen Verschlechterung erst mit Übergabe der Ware an den Verbraucher über.
Gegenüber Unternehmern geht die Gefahr mit Übergabe an den
Transportdienstleister über.
6.3 Annahmeverzug: Gerät der Kunde in Annahmeverzug (z. B. Nichtannahme, falsche Adresse, wiederholte Zustellhindernisse), trägt er die hierdurch entstehenden Mehrkosten (z. B. Rücksendekosten, erneuter Versand) sowie etwaige Mietausfälle, soweit er den Annahmeverzug zu vertreten hat.
7) Eigentumsvorbehalt / Eigentum an Mietsachen
7.1 Kaufware Bei Kaufverträgen bleibt die Ware bis zur vollständigen Zahlung Eigentum des Verkäufers.
7.2 Mietware Alle vermieteten Artikel bleiben jederzeit Eigentum des Vermieters. Ein Recht zum Besitz nach Mietende besteht nicht.
8) Mängelhaftung (Gewährleistung) bei Kauf bzw. Zustand der Mietware
8.1 Kaufverträge Für Kaufverträge gelten die gesetzlichen Mängelrechte, soweit nachfolgend nichts Abweichendes geregelt ist.
8.2 Unternehmer (Kauf) Gegenüber Unternehmern gilt:
Der Verkäufer wählt die Art der Nacherfüllung (Nachbesserung oder Ersatzlieferung).
Die Verjährungsfrist für Mängelansprüche beträgt bei neuen Waren ein Jahr ab
Übergabe.
Bei gebrauchten Waren können Mängelansprüche ausgeschlossen werden, soweit gesetzlich zulässig.
Hiervon ausgenommen sind Ansprüche wegen Verletzung von Leben, Körper,
Gesundheit, bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit sowie in Fällen zwingender
Haftungstatbestände.
8.3 Mietverträge (Zustand) Bei Mietware handelt es sich um getragene bzw. wiederaufbereitete Artikel, die gebrauchstypische, leichte Gebrauchsspuren aufweisen können. Solche Gebrauchsspuren stellen keinen Mangel dar, sofern die Gebrauchstauglichkeit nicht beeinträchtigt ist.
9) Gutscheine
9.1 Aktionsgutscheine, die unentgeltlich ausgegeben werden, können nur im angegebenen Zeitraum und nach Maßgabe der jeweiligen Gutscheinbedingungen eingelöst werden. Eine Barauszahlung ist ausgeschlossen.
9.2 Geschenkgutscheine sind ab dem Kaufdatum ein Jahr lang gültig (Verjährungsfrist). Eine Barauszahlung ist ausgeschlossen, sofern gesetzlich nicht zwingend vorgesehen.
9.3 Einlösung / Beschränkungen Gutscheine sind vor Abschluss des Bestellvorgangs einzulösen; nachträgliche Verrechnung
ist ausgeschlossen. Pro Bestellung kann jeweils nur ein Gutschein eingelöst werden, sofern nicht anders angegeben.
Der Warenwert muss mindestens dem Betrag des Aktionsgutscheins entsprechen. Ein etwaiges Restguthaben wird nicht erstattet. Reicht der Wert des Aktionsgutscheins zur Deckung der Bestellung nicht aus, kann zur Begleichung des Differenzbetrags eine der übrigen vom Verkäufer angebotenen Zahlungsarten gewählt werden.
9.4 Weitergabe Der Gutschein ist übertragbar. Der Verkäufer kann mit befreiender Wirkung an den jeweiligen Inhaber, der den Aktionsgutschein im Online-Shop des Verkäufers einlöst, leisten. Dies gilt nicht, wenn der Verkäufer Kenntnis oder grob fahrlässige Unkenntnis von der Nichtberechtigung, der Geschäftsunfähigkeit oder der fehlenden Vertretungsberechtigung des jeweiligen Inhabers hat.
10) Anwendbares Recht
Für alle Rechtsbeziehungen zwischen den Parteien gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG). Für Verbraucher gilt diese Rechtswahl nur, soweit ihnen als dadurch nicht der durch zwingende gesetzliche Bestimmungen des Staates ihres gewöhnlichen Aufenthalts gewährte Schutz entzogen wird.
11) Rückgabe der Mietsachen, Pflichten und Haftung des Mieters
11.1 Rückgabepflicht Der Kunde ist verpflichtet, die Mietsache nach Ende des Mietzeitraums unverzüglich zurückzugeben. Die Rücksendeadresse der gemieteten Ware ist abhängig vom jeweils zuständigen Lagerstandort und wird dem Kunden kurz nach Ende der Mietdauer bzw. Feier über Instagram mitgeteilt. Der Kunde ist verpflichtet, sich die Rücksendeadresse dort abzurufen.
Der Kunde trägt die Verantwortung für die fristgerechte Rücksendung der Mietsache und organisiert den Rückversand selbstständig auf eigene Kosten. Maßgeblich ist die Übergabe an den Transportdienstleister (Einlieferungsbeleg). Alternativ kann die Rückgabe im Ladengeschäft erfolgen, sofern vereinbart.
11.2 Rückgabefrist Die Rücksendung hat spätestens am letzten Tag des vereinbarten Mietzeitraums zu erfolgen. Ist eine Rücksendung an diesem Termin wegen Verlust oder Beschädigung der Mietsache nicht möglich, haftet der Kunde dem Vermieter in Höhe des Wiederbeschaffungswerts oder der Wiederherstellungskosten, sofern die Wiederherstellung zumutbar und möglich ist. Die Rücksendung hat ordnungsgemäß frankiert, korrekt adressiert und transportsicher verpackt zu erfolgen. Der Kunde hat auf Verlangen einen Versand- bzw. Einlieferungsnachweis vorzulegen.
11.3 Ausschluss stillschweigender Verlängerung Eine Fortsetzung der Nutzung nach Ablauf der Mietzeit führt nicht zu einer stillschweigenden Verlängerung des Mietverhältnisses; § 545 BGB findet keine Anwendung.
11.4 Gefahr während des Rückversands Die Rücksendung erfolgt, grundsätzlich auf Verantwortung des Kunden. Der Vermieter trägt nicht das Risiko eines Verlusts oder einer Beschädigung der Mietsache auf dem Rückweg, soweit der Verlust oder die Beschädigung auf Umständen beruht, die der Kunde zu vertreten hat (insbesondere fehlerhafte Frankierung, falsche Adressierung, unzureichende Verpackung). Zwingende gesetzliche Rechte des Verbrauchers bleiben unberührt. Verlust oder Beschädigungen der Mietsache sind dem Vermieter unverzüglich mitzuteilen. Unterlässt der Kunde diese unverzügliche Anzeige schuldhaft, haftet er dem Vermieter für daraus entstehende Folgeschäden.
12) Verspätete Rückgabe, Nutzungsentschädigung, Mietausfall
12.1 Nutzungsentschädigung bei verspäteter Rückgabe Gibt der Kunde die Mietsache verspätet zurück, kann der Vermieter für jeden angefangenen Tag der Vorenthaltung eine Nutzungsentschädigung verlangen. Diese beträgt – sofern nicht individuell anders vereinbart – bis zur Höhe des anteiligen vereinbarten Mietpreises pro Tag.
12.2 Weiterer Schaden / Mietausfall Weitergehende Schadensersatzansprüche (z. B. Mietausfall wegen nicht möglicher Anschlussvermietung) bleiben vorbehalten, soweit der Kunde die verspätete Rückgabe oder den Verlust zu vertreten hat.
12.3 Nachweis eines geringeren Schadens Dem Kunden bleibt der Nachweis gestattet, dass dem Vermieter kein oder ein wesentlich geringerer Schaden entstanden ist.
13- Pflichten des Mieters, Reinigung, Schäden, Verlust
13.1 Sorgfaltspflichten Der Kunde hat die Mietsache pfleglich zu behandeln und vor Beschädigungen, Verunreinigungen, Diebstahl sowie Witterungseinflüssen zu schützen.
13.2 Untersagte Handlungen Insbesondere untersagt sind:
eigenständige Reinigung (Waschen, chemische Reinigung, Fleckenbehandlung) ohne Zustimmung
Änderungen/Anpassungen (Nähen, Kürzen, Abstecken, Kleben)
Entfernen von Etiketten/Plomben/Sicherungen (sofern vorhanden)
Nutzung, die typischerweise zu außergewöhnlichen Schäden führt (z. B. starke Verschmutzungen durch Farbe, Öl, Rotwein, Bodypaint etc.), sofern vermeidbar.
13.3 Reinigungskosten Die übliche Endreinigung ist – sofern in der Leistungsbeschreibung enthalten – im Mietpreis enthalten. Außergewöhnliche Verschmutzungen (z. B. hartnäckige Flecken, Gerüche, Flüssigkeiten) können eine Sonderreinigung erfordern. Die hierfür erforderlichen Kosten werden dem Kunden nach Aufwand in Rechnung gestellt.
13.4 Beschädigung Bei Beschädigungen haftet der Kunde im gesetzlichen Umfang. Der Vermieter kann insbesondere verlangen:
Reparaturkosten (Material/Arbeitszeit)
Wertminderung, soweit eine Reparatur nicht zu einem neuwertigen Zustand führt
Kosten der Sonderreinigung
bei Totalschaden (wirtschaftlich nicht reparabel): Ersatz des
Wiederbeschaffungswerts bzw. Zeitwerts (je nach Nachweisbarkeit und Zumutbarkeit).
13.5 Verlust / Nichtauffindbarkeit
Bei Verlust der Mietsache oder wenn diese trotz Rückgabepflicht nicht zurückgegeben wird, haftet der Kunde auf Ersatz des entstandenen Schadens (insbesondere Wiederbeschaffungswert/Zeitwert, erforderliche Neuanfertigungskosten) sowie auf Ersatz weiterer Schäden (z. B. Mietausfall), soweit die Voraussetzungen vorliegen.
13.6 Anzeigepflichten Verlust, Diebstahl, Beschädigungen oder erhebliche Verschmutzungen sind dem Vermieter unverzüglich in Textform mitzuteilen. Unterlässt der Kunde dies schuldhaft, haftet er auch für daraus entstehende Folgeschäden.
14) Haftung des Vermieters/Verkäufers
14.1 Unbeschränkte Haftung
Der Vermieter/Verkäufer haftet unbeschränkt:
bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit
bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit
nach dem Produkthaftungsgesetz
im Umfang einer übernommenen Garantie.
14.2 Haftung bei leichter Fahrlässigkeit Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Vermieter/Verkäufer nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten) und begrenzt auf den vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden.
15) Stornierungen (Miete)
15.1 Stornierung durch Kunden Stornierungen bedürfen der Textform (z. B. E-Mail). Im Falle einer Stornierung kann der Vermieter eine angemessene Entschädigung verlangen. Dem Kunden bleibt der Nachweis gestattet, dass dem Vermieter kein oder ein wesentlich geringerer Schaden entstanden ist. Einseitige Stornierungen oder Vertragsrücktritte durch den Auftragnehmer (Kunde) entbinden diesen nicht von der Verpflichtung zur Zahlung des vereinbarten Auftragsvolumens, sofern nicht ausdrücklich und schriftlich etwas Abweichendes mit Muaana Couture vereinbart wurde. Erfolgt eine Kündigung oder Stornierung eines bereits bestätigten Auftrags vor Beginn des vereinbarten Miet- oder Leistungszeitraums, ist Muaana Couture berechtigt, eine angemessene Stornogebühr als pauschalierten Schadensersatz für entstandene Aufwendungen und/oder Nutzungsausfall zu berechnen. Stornierungen bedürfen zu ihrer Wirksamkeit der Schriftform (E-Mail genügt). Mündliche Nebenabreden entfalten keine Rechtswirkung.
15.2 Stornopauschalen
(Soweit keine abweichende individuelle Vereinbarung besteht, kann der Vermieter folgende pauschalierte Entschädigung bezogen auf das vereinbarte Gesamtentgelt verlangen:)
• bis 30 Tage vor dem vereinbarten Selbstabholungs- oder Liefertermin: 30 %
• bis 20 Tage vor dem vereinbarten Selbstabholungs- oder Liefertermin: 40 %
• bis 10 Tage vor dem vereinbarten Selbstabholungs- oder Liefertermin: 50 %
• bis 3 Tage vor dem vereinbarten Selbstabholungs- oder Liefertermin: 80 %
• innerhalb 24 Stunden / Nichtabnahme: 100 % Ersparte Aufwendungen und anderweitige Vermietungserlöse werden angerechnet. Der Nachweis eines geringeren Schadens bleibt dem Kunden gestattet. Dem Vermieter bleibt der Nachweis eines höheren Schadens vorbehalten.
15.4 Muaana Couture ist verpflichtet, ersparte Aufwendungen (insbesondere Reinigungs- und Vorbereitungskosten) sowie etwaige Einnahmen aus einer anderweitigen Vermietung auf die Entschädigung anzurechnen.
15.5 Abweichend von den vorstehenden Pauschalen ist Muaana Couture berechtigt, den tatsächlich entstandenen Schaden einschließlich entgangenen Gewinns gemäß §§ 249, 252 BGB geltend zu machen, sofern dieser höher ist als die jeweilige Pauschale.
15.6 Nach Anrechnung etwaiger ersparter Aufwendungen oder Weitervermietungserlöse erfolgt eine Rückerstattung zu viel gezahlter Beträge innerhalb von 14 Kalendertagen nach Feststellung des anrechenbaren Betrags.
16) Anwendbares Recht, Gerichtsstand, Streitbeilegung
16.1 Anwendbares Recht Es gilt deutsches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG). Bei Verbrauchern gilt diese Rechtswahl nur, soweit dadurch nicht zwingender Verbraucherschutz des Aufenthaltsstaates entzogen wird.
16.2 Gerichtsstand (Unternehmer) Ist der Kunde Kaufmann/Unternehmer, ist Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertragsverhältnis der Sitz des Vermieters/Verkäufers.
16.3 Online-Streitbeilegung /Verbraucherschlichtung
Die EU-Kommission stellt eine Plattform zur Online-Streitbeilegung bereit. Muaana Couture ist weder verpflichtet noch bereit, an Streitbeilegungsverfahren vor einer verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.
17) Alternative Streitbeilegung
17.1 Die Europäische Kommission stellt unter folgendem Link eine Plattform zur Online-Streitbeilegung (OS-Plattform) bereit: https://ec.europa.eu/consumers/odr
Diese Plattform dient als Anlaufstelle zur außergerichtlichen Beilegung von Streitigkeiten aus Online-Kauf- oder Dienstleistungsverträgen, an denen Verbraucher beteiligt sind.
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